Pressetext

 

Die Dachbegrünung auf dem Weg nach Europa

EFB Arbeitstagung in Budapest

 

Am 07. Oktober trafen sich die nationalen Verbände der EFB (europäische Föderation für Bauwerksbegrünung); diesmal in Budapest. Der ungarische Verband mit seinem Vorsitzenden Herrn Dr. Laszlo Gerzson und als Sitzungsleiter Herrn Gabor Varga, hatten eingeladen und alles bestens organisiert. Auf den erfreulich konkreten Ergebnissen der vorhergehenden Treffen in Zell am See und in Rimini, konnte zielführend aufgebaut werden. Auch eine praktikable unbürokratische Organisationsstruktur wurde bereits für die EFB entwickelt. Die Umsetzung der gestellten Aufgaben wurde deshalb umgehend in Angriff genommen.

 

Ein europäisches Regelwerk zur Dachbegrünung

Die nationalen Verbände aus Deutschland, Italien, Österreich, Ungarn und der Schweiz bilden zusammen mit der FLL (Forschungsgesellschaft Landschaftsentwicklung Landschaftsbau), als kooptiertes Mitglied, die EFB. Der FLL kommt dabei besonders im Hinblick auf die Regelwerke eine besondere Bedeutung zu. Nach intensiven Beratungen wurde folgender Weg als gangbar und erfolgversprechend angesehen und umgehend eingeschlagen:

 

Die EFB entwickelt in enger Zusammenarbeit mit der FLL einen europäische Richtlinie zur Dachbegrünung.

 

Dazu wurden bereits erste Vorschläge als Arbeitsgrundlage vorgelegt. Das Regelwerk wird als Performance_Richlinie gestaltet. Dabei werden im Gegensatz zu den meisten bisher vorliegenden nationalen Normen und Richtlinien, nur Funktionen und gewünschte Wirkungen beschrieben. Die bestehenden beziehungsweise weitgehend fertiggestellten nationalen anerkannten Regeln, die vor allem auch regionalen Besonderheiten Rechung tragen, werden weiter beibehalten und land- und objektbezogen angewendet.

 

Die eigenständige europäische Regelung wird von der EFB in Zusammenarbeit mit der FLL herausgegeben und so gestaltet, dass sie in allen europäischen Ländern wirkungsvoll eingesetzt und angewendet werden kann. Den nationalen Normen und Richtlinien soll mittelfristig nur noch der landesspezifische Regelungsbedarf überlassen bleiben. Die FLL wurde von der EFB beauftragt die Herstellung, den Druck und den Vertrieb des neuen Regelwerkes zu übernehmen. Die Landesverbände werden in diese Abläufe eng eingebunden.

 

Die europäische Literatur-Datenbank zur Bauwerksbegrünung

In Budapest legten die EFB-Mitglieder weitere Bausteine zu dieser wichtigen Einrichtung vor. Allein die FBB übergab eine Sammlung von über 1.000 Quellen, die in einer Fleißarbeit in Deutschland zusammengetragen wurden.Der weitere Ausbau und die Pflege dieser Datenbank wird eine wichtige Aufgabe für die EFB bleiben und die Entwicklung der Bauwerksbegrünung ganz sicher positiv beeinflussen.

 

Die nächste EFB-Konferenz findet am 12. und 13. Mai in Budapest statt

Die Fachvereinigung für ungarische Bauwerksbegrüner (FUB) veranstaltet im Jahr 2000 die nächste europäische Konferenz und hofft auf einen ähnlichen Erfolg, wie er in diesem Jahr den italienischen Veranstaltern in Rimini gelungen war. Schon jetzt ergeht an alle Interessierten eine herzliche Einladung.

 

Die weitere Entwicklung der EFB

Zu anderen Nationen und deren interessierte Kreise bestehen enge Kontakte, die zu einer weiteren expansiven Entwicklung der EFB beitragen können. Dadurch könnte die Akzeptanz und die Effizienz der Arbeit der EFB auf eine breitere Basis gestellt, beziehungsweise gefördert werden. Zu allen Veranstaltungen der EFB sind Gäste herzlich willkommen.

 

Die weitere Europäisierung der Bauwerksbegrünung ist eine Gebot der Stunde. Die in nationalen Bereichen bereits erzielten Erfolge beispielsweise bei den Normen und Richtlinien, bei der Qualitätssicherung, den Festlegungen im Baurecht und in der Öffentlichkeitsarbeit, müssen auch auf europäischer Ebene ebenso wirksam Eingang finden. Die EFB sieht es als ihre Hauptaufgabe an zu verhindern, dass durch europäische Entwicklungen die erzielten nationalen Erfolge wieder in Frage gestellt werden.

 

Herzlichen Dank an die ungarischen Kollegen

Die Arbeitstagung wurde mit einem herzlichen Dank an die Führungsmannschaft der FUB beendet. Die persönliche Betreuung war geprägt von der unübertreffbaren ungarischen Gastfreundschaft und wurde durch die perfekte Organisation hervorragend ergänzt.

 

Fritz Hämmerle

Fachvereinigung ungarischer Bauwerksbegrüner (FUB)

 

 

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Fachvereinigung ungarischer Bauwerksbegrüner geründet

 

Am 24. Juni 1999 traf sich in der Universität für Garten- und Nahrungsmittelkunde in Budapest eine stattliche Anzahl hochinteressierter Personen, um den ungarischen Verband der Bauwerksbegrüner zu gründen. Schon Anfang der 90er Jahre begann die Geschichte der Dachbegrünung in Ungarn. Mit dem Einzug einer immer mehr ökologisch geprägten Denkweise fand auch die Begrünung von Gebäuden einen zunehmend größeren Zuspruch. Seit einigen Jahren hat eine wachsende Anzahl von Fachleuten vorbereitende Gespräche geführt, um eine neutrale Organisation zu gründen, die als Interessenvertreter aller Dachbegrüner Ungarns fungieren sollte. Vertreter der ungarischen Bauwerksbegrüner waren schon bei der Gründung der EFB, der Europäischen Föderation für Bauwerksbegrünung, beteiligt.

 

Auf der ersten internationalen Konferenz der EFB im Mai in Rimini, wurden die in der Gründungsphase befindlichen Ungarn mit der Führung der EFB für den Zeitraum vom 01.07.1999 bis zum 30.06.2000 beauftragt. Das löste einen deutlichen Interessenschub in Ungarn aus, der die Gründung des Vereins positiv beeinflusste. Die Initiatoren waren erfreut und überrascht, dass der Einladung zur Gründungsversammlung annähernd 100 Personen folgten. Die konstituierende Versammlung konnte mit 80 Mitgliedern, die sich in die Aufnahmelisten eintrugen starten.

 

Herr Dr. Gabor Schmidt, Lehrstuhlinhaber und Dekan der Fakultät für Zierpflanzenbau der gastgebenden Universität, begrüßte die Gäste und wünschte dem mutigen und zielgerichteten Vorhaben alles Gute. Der renommierte Landschaftsplaner und Gründachpionier Janos Prekuta hielt die Eröffnungsrede und nannte als Ziele des Verbandes sowohl die „Verkündigung“ des Gedankens der Bauwerksbegrünung als auch die Erweiterung des wissenschaftlichen Hintergrundes dieses komplexen Themas. Ihm schloss sich Sandor Horvath an, der über die Ziele der EFB informierte und die hervorragende Integration der Ungarn in dieser Föderation betonte. Als Gast aus Deutschland, aber auch als Mitglied der ungarischen Vereinigung referierte Fritz Hämmerle über die vielfältigen Fördermöglichkeiten für Dachbegrünungen in Deutschland.

 

Herr Gabor Varga legte den Satzungsentwurf vor und gab umfangreiche Erläuterungen zu den Statuten, die dann auch mit großer Mehrheit angenommen wurden. Herr Varga leistete die Hauptarbeit in der Vorbereitungsphase und zeichnete sich durch unermüdlichen Einsatz aus. Ihm ist es in erster Linie zu verdanken, dass aus den guten Absichten eine konkrete Verbandsgründung wurde.

Es folgte die Wahl des Vorstandes mit folgendem Ergebnis:

 

Vorsitzender:    Dr. Laszlo Gerzson, Dozent an der Universität für Garten- und Nahrungsmittelkunde Budapest

 

Weitere Vorstandsmitglieder:

§         Laszlo Bellavics (Georgikon Keszthely)*

§         Istvanne Horvath (Technische Universität)*

§         Gabor Karadi (Universität für Garten- und Nahrungsmittelkunde
Budapest)*

§         Janos Prekuta (Technische Hochschule für Bauwesen Ybl Mik
los Budapest)*

§         Agota Gyorffy (Technische Hochschule für Bauwesen Ybl Mik
los Budapest)*

§         Gabor Varga (Technische Hochschule für Bauwesen Ybl Miklos
Budapest)*

*(In Klammern die Orte der akademischen Ausbildung.)

 

Der Verlauf der Veranstaltung und das unverkennbare Interesse an der Arbeit des neuen Verbandes stimmen für die weitere Entwicklung der Bauwerksbegrünung in Ungarn und in Europa hoffnungsvoll.

 

Fritz Hämmerle für Zöldtetöepitök Orszagos Szövetsege – ZEOSZ

                   Fachvereinigung ungarischer Bauwerksbegrüner – FUB

 

 

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Europa und die Dachbegrünung

 

Internationale Konferenz der Eüropäischen Föderation für Bauwerksbegrünung –
EFB – am 07. Mai 1999 in Rimini

 

Die europäische Föderation für Bauwerksbegrünung

 

Der Zweck

Die Übertragung nationaler Interessen und Anliegen auf eine supranationale Ebene, hat in den letzten Jahren eine starke Eigendynamik entwickelt. Das gilt in besonderem Maße für den Umweltschutz und den Bereich Bauwesen. Viele Entscheidungen zu diesem Thema, das geschieht mit steigender Tendenz, fallen bereits in Brüssel oder in Straßburg. Deshalb ist es nur logisch, wenn sich auch die Verbände immer mehr in Richtung Europa orientieren. Seit Jahren bestehen enge Kontakte zwischen den Dach- und Fassadenbegrünern in Italien, Deutschland Österreich, der Schweiz und Ungarn.

Im vergangenen Jahr wurde in Zell am See von den Fachverbänden dieser Länder die EFB – die Europäische Föderation für Bauwerksbegrünung – mit dem Ziel „Europa fit machen für das Gründach“, gegründet.

 

Arbeitstagung

Am o6. Mai 1999 trafen sich die fünf nationalen Verbände und die FLL zu einer Arbeitstagung, um die in Zell am See formulierten Themen und Ziele umzusetzen. Der Obmann des österreichischen Verbandes, Walter Seitl, mahnte noch einmal eine konkret erkennbare Wirkung der EFB nach außen an. Nur so kann die Föderation ihren Bestand legitimieren und sichern. „Verbände ohne konkret Ziel- und Ergebnisorientierung haben wir schon genug.“

 

Organisationsstruktur

Für die EFB wird kein großer Verwaltungsapparat aufgebaut. Die nationalen Verbände übernehmen die administrativen Arbeiten in ihrer bereits bewährten Infrastruktur. Die Federführung wechselt jährlich zur Jahresmitte. Bis zum 30.06.1999 übernahmen die italienischen Kollegen diese Funktion. Ab dem 01.07.1999 tritt der sehr aktive ungarische Verband für 12 Monate in dieses Aufgabe ein.

 

Die internationale Konferenz in Rimini

Als Start der gemeinsamen, nach außen wirksam werdenden Aktionen und Aktivitäten, fand am 07. Mai in Rimini die erste internationale Konferenz der EFB statt. Der italienischen Verband unter seinem Präsidenten Dr. Paolo Abram, hatte dazu eingeladen und die perfekte Organisation übernommen. Das Thema der Konferenz lautete

 

Bauwerksbegrünung – Technologie zur Erhaltung und Wiederherstellung der bebauten Umwelt – die Wirklichkeit Italiens und Europas.

 

Das Thema stieß in der fachbezogenen italienischen Öffentlichkeit auf großes Interesse. Deshalb konnte Dr. Abram eine große Anzahl von Besuchern begrüßen. Unter der Moderation von Frau Laura Schiff, der Vizepräsidentin der italienischen Vereinigung der Gartenamtsleiter, wurde eine Reihe von Referenten mit unterschiedlichen Themen aufgeboten.

 

§         Dr. Riccardo Santonlini (Stadt Rimini) sprach über die Umweltproblematik einer typischen Urlauberstadt.

§         Frau Laura Schiffbehandelte das Thema aus der Sicht der Region Emilia Romagna: „Umweltqualität ist Urlaubsqualität“.

§         Dr. Lucio Barani (Bürgermeister der StadtAulla) berichtete von den kommunalen Möglichkeiten in Italien die Dachbegrünung zu fördern.

§         Frau Dr. Franca Gambini (Vize-Präsidentin des italienischen Verbandes) schilderte die Situation der Bauwerksbegrünung in Italien.

§         Ingenieur Matteo Fiori berichtete über die bereits weit fortgeschrittene Arbeit an einer italienischen Norm.

§         Fritz Hämmerle. Mitglied der schweizerischen Delegation, referierte über die „Europäisierung der Bauwerksbegrünung im Spannungsfeld von Politik, Administration und Wirtschaft“.

§         Dr. Paolo Abram sprach über die Ziele der EFB – Qualität, Markterschließung, Forschung, einheitliche Standards - unter dem Gesichtspunkt europaweiter Chancengleichheit.

§         Frau Beatrice Bongiovanni berichtet über die Planung und den Bau von Gründächern aus der Sicht einer Architektin.

§         Herr Martin Henneberg präsentierte einen viel beachteten Beitrag über die Fähigkeit von Gründächern Wasser zu retenzieren.

§         Fritz Hämmerle, der Bernd Krupka vertrat, schilderte die verschiedenen Möglichkeiten zur Förderung von Dachbegrünungen.

 

Konkrete Ergebnisse der Arbeitstagung und der Konferenz

Die Schaffung einer europäischen Norm oder Richtlinie soll angestrebt werden.

Eine europäische Literatur-Datenbank wird aufgebaut.

 

Fazit

Die weiter fortschreitenden Prozesse der Europäisierung und Globalisierung haben die unabdingbare Folge, dass die Verbände nachziehen müssen. Ansonsten verlieren sie an Einfluss undkönnen ihren Auftrag nicht mehr erfüllen. Das wird besonders bei den Regelwerken deutlich. Die Gründung der EFB war eine logische Konsequenz aus dieser Entwicklung.

 

 

Fritz Hämmerle        für die A.I.VE.P. – Associazione Italiana Verde Pensile