Dachbegrünung Chance oder Risiko?     Seite 1 von 8
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Dachbegrünung

Chance oder Risiko?

Fritz Hämmerle

Warum begrünt man Dächer?

In den letzten zwei Jahrzehnten hat die Begrünung von Dächern einen rasanten Aufschwung genommen. Aus einem zunächst als Architekten-Gag gedachten grünen Hut auf einem Haus, ist ein ernst zu nehmendes Element beim Bauen vieler Häuser geworden. Inzwischen entstehen europaweit, jährlich eine Vielzahl unterschiedlichster "Dachgärten".
Allein im Bereich der extensiven Dachbegrünung rechnete man in Deutschland für 2002 mit der Begrünungsfläche von ca. 13 bis 14 Millionen m2. Das entspricht einem Umsatzvolumen von insgesamt ca. 450 Millionen . Damit erlangt die Begrünung von Dächern auch eine ernst zu nehmende ökonomische Dimension.


Dachbegrünungen eignen sich hervorragend als Ausgleichs-
maßnahmen bei Eingriffen in die Landschaft. Die negativen Folgen dieser Eingriffe, können durch die Begrünung von Dächern gemildert werden. Der durch die Bebauung zerstörte Lebensraum für Tiere und Pflanzen kann auf dem Dach, zumindest teilweise wieder hergestellt werden.



Dachbegrünungen halten viel Regenwasser zurück und führen es dem natürlichen Kreislauf direkt wieder zu. Es fällt weniger Abwasser an und die Kanalisationen werden entlastet. Gründächer sind Wasserspeicher und sie verringern Abflussspitzen. Kanalquerschnitte und Rückhalteeinrichtungen für Regenwasser können kleiner dimensioniert werden (Kostenersparnis). Die Hochwassergefahr sinkt.

Die Dachbegrünung wirkt als natürliche Schutzschicht und verlängert die Lebensdauer des Daches erheblich.